Ein Leben mit Google am Wohnzimmertisch – Erste Erfahrungen mit Google Home

Sprachassistenten sind ja gerade voll im Trend und werden von vielen Experten als die Zukunft der digitalen Interaktion gefeiert. Nach Amazon Echo kommt nun der zweite große Player in die deutschen Wohnzimmer. Meine Erfahrungen mit Google Home möchte ich nun nach rund zwei Wochen täglicher Nutzung mit euch teilen.

Das Auge hört mit

Klar, Google soll eigentlich nur zuhören und antworten. Aber bereits beim Auspacken kommt Freude auf – eine hochwertige und durchdachte Verpackung, wie man sie leider mittlerweile nur noch von Apple-Geräten kennt. Und das Gerät selbst sieht in seinen weiß-grauen Farbtönen (die untere Stoff-Hälfte ist für andere Farbtöne austauschbar) elegant aus und passt sich gut dem Ambiente in der Küche oder im Wohnzimmer an.

Einrichten mit Android oder iOS

Die Home App kann kostenlos im Play Store und App Store geladen werden. Ein Google-Konto ist notwendig und Datenschutzbedenken sollte man nicht haben. Standortverlauf, Geräteinformationen, Sprachverlauf: Muss alles aktiviert sein, damit Home ordentlich arbeiten kann, meint Google. Na dann mal los.

Okay Google!

Sobald Google Home Strom hat, hört es rund um die Uhr mit. Also theoretisch. Wer ungestört sein möchte, kann das Mikrofon deaktivieren. Lautstärke und Pause/Wiedergabe können übrigens ebenfalls ohne Sprache reguliert werden, eine praktische Touch-Oberfläche macht es möglich und zeigt den jeweiligen Status mit den Google-Farben an. Sehr praktisch!

Aber der eigentliche Sinn von Home ist natürlich, die Hände freizubekommen und den schlauen Helfer in jeder Situation zu befragen oder mit ihm mit „Okay Google!“ Aufgaben zuzuweisen. Am Anfang noch etwas skeptisch, nutzt mittlerweile die ganze Familie die Vorteile der schnellen Informationsverfügbarkeit.

Ein paar Beispiele aus dem Alltag

Der Morgen startet mit einem „Okay Google, schalte die Lampen an und spiele die Nachrichten.“ Da mein Haus mit smarten Lampen ausgestattet ist, wird es am Morgen in den Räumen hell, wo ich es möchte. Und zeitgleich werde ich ca. fünf Minuten lang mit Informationen des Vorabends oder auch schon des Morgens versorgt, wahlweise Tagesschau, Deutschlandfunk oder n-tv. Auch den Wetterbericht gibt es bei Bedarf, wahlweise kann Google in diesem Nachrichtenüberblick auch die aktuelle Verkehrslage auf dem Arbeitsweg ansagen.

Musik oder Radio von verschiedenen Streaming-Anbietern wird ohne Verzögerung abgespielt. Aus dem Lautsprecher kommt mehr, als man zuerst denkt (allgemein wirkt Home ziemlich überraschend kompakt), Höhen sind klar und auch ein ausreichender Bass ist dabei. Fürs Musikhören nebenbei ist der Sprachassistent/Lautsprecher aus dem Hause Google perfekt geeignet.

Und irgendwann ist Google Home so selbstverständlich, dass man das kleine Gerät vergisst und wie von selbst „Okay Google“ sagt. Den aktuellen Spielstand beim Fußballspiel erfragen, beim Kochen einen Timer setzen oder für den nächsten Morgen einen Wecker stellen. Auch das einfache Googeln, also einfache Recherchefragen stellen, klappt sehr gut und zuverlässig. Nicht immer hat Googles neuer Sprachassistent eine Antwort auf alles, aber man sieht klar, in welche Richtung der Trend geht. Meine Erfahrungen sind durchaus positiv und auch in Anbetracht des fairen Preises von rund 150 Euro haben derartige Sprachassistenten wirklich Potential. Das Leben wird einfacher. Und das Zuhause vernetzter.

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